Süßwasserfauna

Factsheet: Für die Untersuchung von Fließgewässern werden in der Regel verschiedene amphibische Wasserinsekten herangezogen. Steinfliegen, Köcherfliegen, Eintagsfliegen und verschiedene Gruppen von Zweiflüglern verbringen ihr Larvenstadium unter Wasser. Die erwachsenen, fliegenden Insekten hingegen verbringen eine kurze Lebensspanne außerhalb des Wassers, um sich fortzupflanzen. Die Larven haben oft sehr spezifische Lebensraumansprüche und sind daher ideal geeignet, um den ökologischen Zustand eines Wasserkörpers zu beurteilen. Für Südtirol wurden bisher rund 60 Steinfliegenarten, 80 Köcherfliegenarten und 20 Eintagsfliegenarten identifiziert. Zusätzlich gibt es mehrere hundert Zweiflüglerarten mit amphibischen Lebenszyklen.

Methoden: Für jede Besammlung an jedem einzelnen Erhebungsstandort werden zufällig 10 Surber-Beprobungen durchgeführt (0.0506 m², Maschengröße 500 µm). Damit werden alle wesentlichen Substrattypologien abgedeckt. Alle Belege werden beschriftet und in 70%igem Alkohol gelagert und anschließend im Labor bestimmt.

Die Limnologen Alberto Scotti und Roberta Bottarin bei der Durchführung der Surber-Beprobung

Die eingefangenen Wasserorganismen werden nicht vor Ort bestimmt, sondern müssen ins Labor gebracht werden

Die Konservierung der Proben erfolgt in Alkohol

Eintagsfliegenlarven, im Bild ein Vertreter der Familie der Heptageniidae, leben unter Steinen am Gewässergrund

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