Tagfalter

Factsheet: Schmetterlinge reagieren schnell auf kleine Veränderungen in der Umwelt und reagieren empfindlich auf Klima- und Landnutzungsänderungen, was sie zu guten Indikatoren für die biologische Vielfalt macht. Daher sind sie die am besten überwachte Insektengruppe der Welt. Die Schmetterlingsfauna Südtirols umfasst etwa 185 Arten, von denen 46% als regional gefährdet gelten.

Methoden: Die Erhebungen werden in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Viel-FalterTeam durchgeführt. Die verwendete Methodik ist ebenfalls die von Viel-Falter. Die Erhebungen werden an den Untersuchungsstandorten 4 Mal pro Jahr (mindestens 3 Mal für alpine Standorte) zwischen Mitte Mai und Anfang September durchgeführt. Zuerst wird eine Transekterhebung durchgeführt. Dazu wird ein Transekt von 50 m langsam abgegangen und alle Tagfalter 2,5 m links und rechts erfasst. Anschließend wird im gleichen Transekt eine Zeitaufnahme durchgeführt. Für die Zeiterfassung wird die Fläche um das Transekt auf 1000 m² erweitert. Insgesamt dauert die Erhebung 30 Minuten.

Der Entomologe Elia Guariento auf der Suche nach Tagfaltern

Der Himmelblaue Bläuling (Lysandra bellargus) besiedelt oft extensiv bewirtschaftete Wiesen (Bild von Lajen)

Das Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) ist eine der häufigsten Tagfalterarten im intensiven Grünland (Bild aus Kastelbell)

Der Wegerich-Scheckenfalter (Melitaea cinxia) kommt meist in sonnigen, trockenen Weidelandschaften vor (Bild aus Matsch)

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