Bodenparameter und abiotische Faktoren

Factsheet: Boden ist definiert als der dünne, belebte Teil der Erdkruste, bestehend aus mineralischen und organischen Partikeln sowie aus Wasser und Luft. Boden entsteht durch eine Reihe von aufeinanderfolgenden und parallel ablaufenden Prozessen, wie z.B. physikalische und chemische Verwitterung, Zersetzung und Bioturbation. Bodenbildung erfolgt unter Einwirkung von Klima, Relief, Ausgangsgestein, Vegetation, Landnutzung und vor allem Zeit. Dadurch entsteht ein komplexes und dynamisches Gebilde. Boden beherbergt eine große Anzahl von Organismen aller Reiche und ist unabkömmlich für die Menschheit, ist er doch die Grundlage für unsere tägliche Ernährung und Gesundheit.

Methoden: An jedem Standort bestimmen wir die Bodenart nach der Pürckhauer-Methode und die Bodenfarbe anhand der Munsell-Bodenfarbkarten. Zur Beurteilung der physikalischen und chemischen Bodeneigenschaften werden vier Bodenproben entnommen, die dann zu einer einzigen Probe gepoolt werden (mindestens 400 g Trockengewicht). Das Material wird dann im Labor luftgetrocknet und weiter verarbeitet. Wir analysieren die Bodentextur, den pH-Wert, den Gehalt an organischer Substanz sowie die Menge an Makronährstoffen.

Der Bodenökologe Michael Steinwandter entnimmt einen Bodenziegel für die Untersuchung im Labor

Messung von Bodenparametern

Mit dem Pariometer werden Korngrößenmessungen (Anteile Sand, Schluff und Ton) durchgeführt

Entnahme von Bodenziegeln

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