Heuschrecken

Factsheet: Bei der Heuschreckenerhebung werden Kurz- und Langfühlerschrecken sowie Fangschrecken erhoben. Heuschrecken kommen in allen Typen von Grasländern vor und charakterisieren diese wie wenige andere Tiergruppen. Ihre Habitatansprüche sind relativ spezifisch, was sie zu einer guten Indikatorgruppe macht. Die Heu- und Fangschreckenfauna Südtirols umfasst 87 Arten, wovon aber bereits 6 Arten in den letzten 100 Jahren ausgestorben sind. Ein Drittel davon ist gefährdet.

Methoden: Für die Heuschreckenerhebung werden dieselben Plots verwendet wie für die botanischen Erhebungen (10 x 10m). Wir beginnen die Erhebung, indem wir die Diagonale der Fläche (ca. 15 m) mit einem Streifnetz abkeschern. Anschließend wird die gesamte Fläche genau abgesucht, wobei auch zusätzlich Kescherungen durchgeführt werden und Sträucher, falls vorhanden, abgeklopft werden. Die Artansprache erfolgt sowohl visuell als auch akkustisch. Belegexemplare werden nur in Zweifelsfällen entnommen. Die Erhebung findet einmalig im Spätsommer statt.

Die Sumpfschrecke (Stethophyma grossum) kommt nur in Mooren und Sümpfen vor (Bild aus dem Obervinschgau)

Die Rotflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda germanica) kommt in trocken-heißen Schuttfluren und Trockenrasen vor (Bild von Porphyrschutthalden in der Bozner Umgebung)

Die Vierpunkt-Sichelschrecke (Phaneroptera nana) besiedelt Sträucher und Buschwälder in den wärmsten Teilen des Landes

Die Säbelschrecke (Barbitistes sp.) lebt v.a. in Hecken (Bild aus Reischach bei Bruneck)

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