Moose und Flechten

Factsheet:

Moose sind in der Regel kleinwüchsig, meist weniger als 5 cm groß. Im Gegensatz zu Gefäßpflanzen wachsen sie nur selten als Einzelpflanzen, sondern bilden dichte Rasen oder Pölster. Moose zeigen eine große Bandbreite physiologischer Anpassungen und kommen oft auch an extremen Standorten vor. Sie reagieren auch schnell auf Störungen und sind daher gute Indikatorarten für Umweltveränderungen.

Flechten sind eine komplexe Lebensform, eine Symbiose aus zwei sehr unterschiedlichen Organismengruppen, einem Pilz und einer Alge. Der dominante Partner ist dabei der Pilz, welcher der Flechte den Großteil ihrer Eigenschaften verleiht, vom Aufbau des Thallus bis zu den Fruchtkörpern. Flechten kommen weltweit unter einer Vielzahl unterschiedlicher Bedingungen vor – vielfach auch unter Extrembedingungen. Gerne besiedeln sie auch Baumrinden und nackte Felskörper.

Methoden: Die Moos- und Flechtenerhebung wird innerhalb der botanischen Erhebung durchgeführt. Dabei werden zufällig vier 0,1 m²-große Subplots ausgewählt, wo alle makroskopisch unterscheidbaren Arten abgesammelt werden. Das Material wird dann in verschiedenen Papiertüten gelagert. Die Bestimmung von Moosen und Flechten wird durch externe Mitarbeiter durchgeführt.

Gewöhnliches Siebzahnmoos (Coscinodon cibrosus) bei Feldthurns

Gewöhnliches Siebzahnmoos (Coscinodon cribrosus) bei Feldthurns

Die Arten der Gattung Chrysothrix wachsen auf vom Regenwasser geschützten Urgesteinfelsen

Totholz mit Flechtenbewuchs

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