Citizen Science im Südtiroler Unterland – wer mag sich in diesem Sommer an der Suche nach Fledermausquartieren beteiligen?
Die Mopsfledermaus Barbastella barbastellus ist eine der 26 in Südtirol bekannten Fledermausarten. Sie ist eine seltene und gefährdete Art, ihr Bestand ist europaweit seit Jahrzehnten rückläufig. Eine der Hauptursachen dafür ist die Intensivierung der Forstwirtschaft, die zu einem Mangel an Alt- und Totholz und somit zu einem Verlust von geeigneten Baumquartieren führt. Alle in Südtirol gefundenen Quartiere befinden sich an Gebäuden hinter Fensterläden, die geöffnet der abstehenden Rinde von Bäumen ähneln. In den Sommermonaten versammeln sich hier die Weibchen mit jeweils einem Jungtier für die Jungenaufzucht. Durch den hohen Nahrungsbedarf während dieser Zeit sind die weiblichen Mopsfledermäuse besonders effiziente Schädlingsbekämpfer. Pro Nacht fressen sie mehr als zwei Drittel ihres eigenen Körpergewichts, darunter viele landwirtschaftliche Schädlinge!
Im Rahmen vom Projekt „Species Monitoring“ suchen wir vom Institut für Alpine Umwelt gemeinsam mit dem Amt für Natur und dem Naturmuseum Südtirol nach Hinweisen zu bekannten Gebäudequartieren der Mopsfledermaus. Dabei werden dieses Jahr vor allem Informationen aus dem Südtiroler Unterland gesucht, denn dort sind bislang noch keine Gebäudequartiere bekannt, obwohl Mopsfledermäuse hier sehr wohl vorkommen und sogar weit verbreitet sind.
Falls Sie also „Untermieter” hinter Ihren Fensterläden beherbergen und uns dabei helfen wollen, mehr über das Vorkommen der seltenen Mopsfledermaus in Südtirol herauszufinden, melden Sie sich gerne bei uns unter:
biodiversity@eurac.edu




