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Biodiversität in den Windwurfflächen am Latemar

Projektbeschreibung und Ziele

Im Herbst 2018 wurden Teile der Südtiroler Wälder von einer Unwetterfront, dem Sturmtief Vaia, stark in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt fielen 6.000 Hektar Wald in 86 Südtiroler Gemeinden dem orkanartigen Sturm zum Opfer. Besonders beeinträchtigt wurde die Umgebung des Latemars, also die Gemeinden Deutschnofen und Welschnofen. Dieses Projekt untersucht die Biodiversität in den Windwurfflächen westlich des Karer Passes. Dabei vergleichen wir Flächen mit verschiedenem Totholzanteil: solche, in denen alle toten Bäume entfernt wurden mit solchen, in denen noch tote Stämme verblieben sind. Außerdem untersuchen wir Waldbereiche, die vom Windwurf weitgehend verschont blieben. Ziel des Projekts ist es zu verstehen, wie verschiedene Tier- und Pflanzenarten auf ein Windwurfereignis reagieren und wie sich verschiedene Managementmaßnahmen auswirken.

Methoden

Pro Kategorie (nicht betroffene Waldflächen, geräumte und nicht geräumte Windwurfflächen) haben wir fünf Untersuchungsstandorte ausgewählt, welche einen Mindestabstand von 400 m haben. Bei der Auswahl der untersuchten Organismengruppen haben wir vor allem solche bevorzugt, die besonders auf Totholz reagieren (holzbewohnende Käfer, Rindenwanzen). Die Artengruppen erfassen wir repräsentativ über standardisierte Methoden (Kreuzfensterfallen, zeitstandardisierter Handfang). Außerdem führen wir Teile des Biodiversitätsmonitoring-Standardprogramms durch (Erhebung von Vögeln, Fledermäusen, Bodentieren). Daneben untersuchen wir auch Mäuse und weitere Kleinsäuger.

Partner

Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Amt für Forstplanung (Aut. Prov. Bozen-Südtirol) und der Landesdomäne statt.

Kontakt

Ansprechpartner für weitere Auskünfte ist Andreas Hilpold, andreas.hilpold@eurac.edu

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