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Kompetenzaufbau im Gebiet der Wildbienenforschung in Südtirol

Projektbeschreibung und Ziele

Wildbienen, also alle wildlebenden Bienenarten, mit Ausnahme der domestizierten Honigbiene, sind eine hervorragende Indikatorgruppe für intakte Kulturlandschaften und nehmen eine Schlüsselfunktion hinsichtlich Ökosystemdienstleistungen ein. Allen voran sind sie für die Bestäubung von zahlreichen Wild- und Kulturpflanzen verantwortlich. Gleichzeitig sind sie als Gruppe für die naturkundliche Wissensvermittlung, etwa in Museen und Schutzgebieten, so attraktiv wie kaum eine andere Organismengruppe. Zurzeit gibt es hierzulande weder genügend ExpertInnen im Bereich der Wildbienenforschung noch waren Wildbienen bisher Inhalt didaktischer Programme von Museen und Forschungsinstitutionen. Einige Sammlungen liegen zwar vor, wurden aber nicht systematisch aufgearbeitet. Es ist daher ein Gebot der Stunde, die Wildbienenkompetenz in Südtirol aufzubauen und zu fördern. Außerdem ist es notwendig, die breite Öffentlichkeit für unsere Wildbienenfauna zu sensibilisieren.

Methoden

Inhalt dieses Spezialprojekts ist die Sichtung und Aufarbeitung von bereits bestehenden Daten, welche in einem zweiten Schritt in die Datenbank des Naturmuseums eingepflegt werden sollen, mit anschließender Veröffentlichung im Online-Portal FloraFaunaSüdtirol. Weitere Ziele sind der Aufbau einer Vergleichssammlung und Fotosammlung der Wildbienen Südtirols. Außerdem wird im Projekt auch eine standardisierte Methodik zur Erhebung von Wildbienen ausgearbeitet, welche in einem zweiten Schritt auch in das BMS-Methodenhandbuch einfließen soll. Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit für das Thema Wildbienen. Dies wollen wir durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen, etwa Vorträge und Presseartikel, erreichen.

Kontakt

Ansprechpartnerin für weitere Auskünfte ist Lisa Obwegs Lisa.Obwegs@eurac.edu

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